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Knapp 600 Zuschauer sahen am Sonntagabend in der Arena Leipzig erneut eine Heimniederlage der Uni Riesen Leipzig. Gegen die Cuxhaven BasCats liefen die Leipziger bereits nach zwei Minuten einem Rückstand hinterher, den sie bis zum Schluss nicht mehr einholen konnten. Erst im letzten Viertel kamen sie bis auf vier Punkte heran, Cuxhaven gewann aber dennoch verdient mit 66:77 (33:43).

An diesem Spieltag passte einfach nichts zusammen. Zwar gingen die Riesen mit 4:0 und 6:5 in Führung. Doch danach nutzten sie ihre klaren Chancen nicht und attackierten die Cuxhavener defensiv einfach zu harmlos. So kam es, dass das Team von Headcoach Plendiskis im ersten Viertel innerhalb von fünf Minuten 13 Punkte hintereinander erzielen und sich deutlich auf 6:18 absetzen konnte.

Auch im zweiten Viertel gelang den Uni Riesen wenig. Zwar nutzte Harry Marshall einen Leipziger Konter zum 20:24, doch näher als vier Treffer kamen sie im gesamten Spiel nicht heran. Beide Teams legten jeweils eine sieben-Punkte-Serie hin, kurz vor der Halbzeit waren es jedoch die Gäste, die dominanter und effektiver spielten und mit 33:43 in die Pause gingen.

Headcoach Martin Scholz, der den krankheitsbedingt ausgefallenen Ivan Vojtko vertrat, konnte seine Jungs offenbar nicht entscheidend wachrütteln. Denn im dritten Viertel bot sich den Zuschauern das gleiche Bild: Leipzig bemühte sich, hatte einige Konter und gute Spielzüge, doch die Genauigkeit im Abschluss fehlte. Das verdeutlicht auch die Freiwurfquote der Riesen von gerade mal 25% (Cuxhaven 61%).

Allein im vierten Viertel konnte man so etwas wie ein Aufbäumen der Hausherren erkennen: in den ersten fünf Minuten ließen die Riesen nicht einen Treffer der Gegner zu, sodass Leipzig die Chance hatte, das Spiel zu drehen. Doch sieben eigene Punkte waren für eine Aufholjagd zu wenig. Cuxhaven behielt die Nerven und gewann letztendlich ungefährdet mit 66:77.

Chris Gadley war mit 22 Punkten mit Abstand bester Werfer des Spiels. Mit insgesamt 17 Rebounds und vier Blocks sorgte er für weitere Bestwerte. Bester Cuxhavener Werfer war mit 19 Punkten ausgerechnet Monyea Pratt, der in den vergangenen drei Jahren noch im Uni-Riesen-Trikot gespielt hatte. Während die Uni-Riesen vorerst Tabellenletzter bleiben, rückte Cuxhaven mit dem sechsten Saisonsieg auf Tabellenplatz 5 vor.

Fakten zum Spiel

Q1  18:24  |  Q2  15:19  (33:43)  |  Q3  19:20  (52:63)  |  Q4  14:14  (66:76)

Uni-Riesen Leipzig:

Kranz (6), Freer (2), Schaffartzik (7), Simon (10), Marshall (12), Khartchenkov (7), Gadley (22)

Cuxhaven BasCats:

Mackeldanz (10), Pratt (19), Rockmann (2), Thomas (11), Kelly (16), Harris (8), Pluskota (6), Dunbar (5)

Stimmen zum Spiel

Krists Plendiskis, Headcoach Cuxhaven BasCats

 

„Das Spiel war sehr komisch, muss man ganz ehrlich sagen. Wir haben geführt, dann haben wir das Spiel wieder etwas aus der Hand gelassen, sodass Leipzig wieder ran kam. Es war ein Spiel mit vielen Ups und Downs.“

„Ein schönes Spiel ist was anderes, aber für uns zählt der Sieg, das war sehr wichtig.“

Martin Scholz, Headcoach in charge Uni-Riesen Leipzig

„Ich bin mit ordentlich Vorfreude in das Spiel gegangen, aber natürlich auch mit etwas Nervosität. Ich hab es mir nicht so schwer vorgestellt, als Trainer in das Spiel einzugreifen. Speziell bei den Wechseln muss man sehr aufpassen, dass man im Eifer, diesen oder jenen Spieler zu bringen, keine Wechselregeln verletzt. Das war schon nicht so einfach.“

„Unser Plan war es, Scott Thomas aus dem Spiel zu nehmen, das haben wir auch gut gemacht. Dafür haben aber andere viel zu viele Punkte gemacht. Gerade unsere Durststrecken unter dem Korb haben uns dann das Genick gebrochen.“

„Dass Monyea Pratt ein guter Mann ist, das haben wir in den vergangenen drei Jahren in Leipzig gesehen. Daher wollten wir ihn zu Dreierwürfen zwingen, weil wir wissen, dass das nicht seine große Stärke ist. Das hat eigentlich auch ganz gut geklappt mit nur einem von fünf Dreiern. Aber unter dem Korb hat er einfach zu viele Punkte gemacht.“

„Wir müssen die Sache mit Headcoach Vojtko ausblenden und hoffen, dass er schnell wieder fit wird. Wir wissen, wo unsere Stärken und Schwächen sind, an denen müssen wir weiter arbeiten. Nächste Woche haben wir das nächste Auswärtsspiel in Kirchheim, da geht es dann weiter. Wenn wir dort ein paar mehr Dreier treffen und nicht so viele Rebounds zulassen, haben wir eine gute Gewinnchance. Und darum geht es: wir müssen jetzt Spiele gewinnen.“

 

[alle Fotos: Dirk Birnbaum]

 

kommende Spiele

Sa., 24.11.  19:30 Uhr  VfL Kirchheim Nights  vs.  Uni-Riesen Leipzig  (in Kirchheim)

Di., 27.11.  19:00 Uhr  Uni-Riesen Leipzig  vs.  Science City Jena  (Arena Leipzig)