Die Vorbereitungen auf die kommende Saison in der 1. Regionalliga Südost laufen bei den BAURADO UniRiesen längst auf Hochtouren. Der Rückblick auf die Anfang März mit dem Aus im Play-off-Viertelfinale gegen den TSV Tröster Breitengüßbach zu Ende gegangene Saison 2025/26 fällt bei den Spielern um Head Coach Darren Stackhouse positiv aus.
Das wichtigste Ziel „Klassenerhalt“ wurde frühzeitig erreicht. „Das ist das Wichtigste, um den jungen Spielern weiter eine Perspektive zu bieten. So können sie sich auf einem hohen Niveau weiterentwickeln“, freut sich UniRiesen-Geschäftsführer Danilo Roscher.
Klassenerhalt frühzeitig sicher
Dabei hatte die Saison alles andere als optimal begonnen: Der Kader war lange Zeit nicht final und auch in der Organisation lief noch nicht alles optimal. Nach der 64:89-Niederlage zum Auftakt in Breitengüßbach verstärkten sich die Sorgenfalten. Doch der „goldene Oktober“ (inklusive 1. November) mit einer klaren Leistungssteigerung und fünf Siegen in Folge drehte die Stimmung. Vor allem der Overtime-Sieg gegen Veitshöchheim (72:67) in der Sporthalle Brüderstraße gab dem Team einen enormen Schub.
„Wir hatten schon nach vier Spielen die gleiche Anzahl an Punkten wie in der gesamten vergangenen Saison. Das war richtig stark“, freut sich Kapitän Leander Dalchau: „Wir haben mit fünf Siegen und zwei Niederlagen eine fast perfekte Hinrunde gespielt. Das war der Grundstein für die gute Saison. Dresden zum Beispiel mit 25 Punkten aus der Halle zu schießen war großartig. “ Mit dem 69:54-Sieg gegen Aschaffenburg am 29. November war der Einzug in die Play-offs bereits nahezu gesichert. Auch in den beiden Spielen gegen den überragenden Staffelsieger Culture City Weimar (76:80 und 62:73), der aktuell gegen TS Jahn München im Play-off-Finale um den Aufstieg in die 2.
Bundesliga Pro B spielt, hat die Mannschaft gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt.
Sven Papenfuß ergänzt: „Wir haben das selbst gesteckte Ziel der Playoffs souverän erreicht und gezeigt, dass wir auf jeden Fall in diese Liga gehören und auch gegen jeden Gegner mitspielen können. Toll war, dass in dieser Saison die Zuschauer stabil in die Halle gekommen sind und auch für gute Stimmung gesorgt haben. Da müssen wir uns in der Liga nicht verstecken! Ebenfalls erfreulich ist, dass auch viele junge Spieler bei uns spielen können und da auch im Vergleich zur letzten Saison Schritte nach vorne gemacht haben.“
Starke Zwischenrunde
Auch die Zwischenrunden-Duelle mit Vilsbiburg und Nördlingen bleiben definitiv in guter Erinnerung. Beide Heimspiele konnten die UniRiesen gewinnen. Vor allem das Heimspiel in der Sporthalle am Dösner Weg wird sowohl dem Team als auch den Fans noch lange in Erinnerung bleiben. Sekunden vor Schluss rettete David Darko mit zwei Punkten zum 77:77 in die Verlängerung. Nach jeweils zwei erfolgreichen Zwei-Punkte-Würfen zum 81:81 fand in den letzten dreieinhalb Minuten kein Wurf mehr sein Ziel. So musste die zweite Overtime die Entscheidung bringen – mit dem erfolgreichen Ende für die Gastgeber. Auch beim 81:73-Sieg zum Abschluss der Zwischenrunde gegen Nördlingen zeigten die UniRiesen eine starke Leistung.
Play-offs: Zum Auftakt ausgerechnet gegen Breitengüßbach
Zum Auftakt der Play-offs musste das Team von Darren Stackhouse gegen Breitengüßbach ran – ausgerechnet Breitengüßbach. Gegen das Team aus dem Landkreis Nürnberg konnten die Leipziger seit ihrem Aufstieg in die 1. Regionalliga noch
nie gewinnen. Leider setzte sich diese Serie auch diesmal fort.
„Es war wirklich sehr schade, dass wir ausgerechnet gegen Breitengüßbach ranmussten. Gegen die tun wir uns immer schwer. Gegen jeden anderen Gegner hätten wir eine bessere Chance aufs Weiterkommen gehabt. Insgesamt war es eine super
Saison – wenn man sieht, wo wir vor der Saison standen und wo wir zum Saisonende standen. Auch menschlich war es eine richtig schöne Saison. Wir sind auf einem guten Weg, den wollen wir in der nächsten Saison fortsetzen“, blickt Leander Dalchau bereits auf die bevorstehende Spielzeit.
Bei der 52:67-Niederlage im ersten Play-off-Duell scheiterten die Leipziger vor allem an ihrer schwachen Wurfquote. Das zweite Duell in der heimischen Sporthalle Brüderstraße dominierten sie mehr als zwei Viertel, verloren dann aber nach der
Disqualifikation von Center Feliciano Perez Neto komplett den Rhythmus und mussten sich mit 72:87 geschlagen geben. Damit war das Ende einer starken Saison besiegelt. Nach dem Motto „Raus mit Applaus“ holte sich das Team nach dem Abpfiff den verdienten Applaus der Fans ab.
„Wir gehen mit einem positiven Gefühl in die Vorbereitung auf die kommende Saison. Wir werden weiter an uns arbeiten und organisch wachsen, um vielleicht irgendwann mal an den Aufstieg in die Pro B zu denken. Wir haben in allen Bereichen noch Verbesserungspotenzial“, blickt Danilo Roscher voraus: „Ein großer Dank geht an alle Sponsoren, Kampfrichter, Helfer und Unterstützer. Ohne euch wäre eine solche Saison nicht zu stemmen.“
Text: Andreas Wendt
Foto: Beatrice Bauer · beatricebauerphotography